Penaltys, Paid Links und SEOs

Was tun bei einer Penguin Penalty? Nun diese Frage will ich Euch heute nicht beantworten, tun das doch schon so viele andere SEOs. Wer sich überlegen muss, wie er aus einer Penalty wieder rauskommt, steht meistens unter nicht geringem Druck, sei es, dass er als Inhouse in der Verantwortung steht oder seine Existenz als Unternehmer von der betroffenen Seite abhängt. Gerade nach dem Einschlag von Penguin, haben SEO Experten Blogger schnell erste Ursachen identifiziert und Lösungen vorgeschlagen. Viele SEOs haben in dieser schwierigen Situation (verständlicherweise) diese Lösungsvorschläge ebenso schnell umgesetzt.

Da wir im SEO immer nur Annahmen haben, welche aufgrund unserer Erfahrungen entstanden sind, ist es notwendig, diese kritisch zu überprüfen. Ich sage dies vor allem, da viele SEO Blogger mit einer konjunktivlosen Präzision schreiben als habe Matt ihnen persönlich den Algorithmus offen gelegt.

Nach dem Erhalt einer Penalty bieten sich folgende Handlungsoptionen:

1. Nichts tun

2. Langsam etwas ändern (Content, Links, etc..)

3. Sofort die unnatürlichen Links Nofollowen/Entfernen, Linktexte Editieren

4. Sofort die unnatürlichen Links entfernen und Google beichten, was man getan hat

Punkt 3 und 4 haben sich gerade kurz nach Penguin als besonders beliebt unter Penalty geplagten SEOs gezeigt. Hier lässt sich wohl ein Zusammenhang mit den Empfehlungen der SEO Szene herstellen. Allerdings vermisse ich bis heute einen Blogpost aus der Szene, in denen der konkrete Erfolg dieser Handlungsoptionen skizziert wird. Generell stelle ich das aggressive entfernen von unnatürlichen Backlinks oder das stellen einer Reconsideration Request infrage. Schauen wir uns beispielsweise ein bekanntes Portal an welches schon länger vor Penguin eine Penalty erhalten hat.

Ja, dieses Portal hat Links gekauft und sofort nach dem Sichtbarkeitsverlust angefangen, einen Großteil dieser gekauften Links zu entfernen/auf Nofollow zu stellen und diese teilweise sogar als gesponsorten Link kennzeichnen zu lassen. Man hat sich also unmittelbar nach Erhalt der Penalty den Googlerichtlinien versucht anzupassen. Ob ein Reconsideration Antrag gestellt wurde weiss ich nicht, spielt auch keine Rolle, die Maßnahmen haben nicht gefruchtet, sich möglicherweise negativ ausgewirkt. Penguin hat der Sichtbarkeit dann wohl den Rest gegeben.

Schauen wir uns nun die vergangenen Ereignisse an und versuchen auf spekulativer aber logischer Basis Sinnzusammenhänge herzustellen (ich bin wohlgemerkt nicht der einzige SEO der so verfährt, wohl aber einer der wenigen der seine Leser daran erinnert).

Mehrere bekannte Seiten bekommen eine leichte Penalty:

Ein Vergleichsportal:

Eine Modeseite:

Unmittelbar nach dem Sichtbarkeitseinbruch dieser beiden Seiten bloggte die SEO Szene darüber und hat im gleichem Zug die Ursache „festgestellt“. Paid Links, vornehmlich Paid Links aus Linknetzwerken.  Warum wurde dies so schnell als Übeltäter in Betracht gezogen? Die einzige für mich erkennbare Grundlage warum man Paid Links verdächtigt hat, ist die von den Google Webmaster Tools verschickte Nachricht, mit dem Hinweis auf ein unnatürliches Linkprofil (Diese Nachricht wurde gefühlt Random verschickt, zumindest haben laut seo-united.de Umfrage nur wenige diese Nachricht bekommen). In dieser Nachricht empfiehlt Google die Website den Google Richtlinien anzupassen, gerade wenn man an „Textlink-Börsen“ teilnimmt. Sollte man unnatürliche Links nicht entfernt können, soll man diese gleich mit dem Antrag Reporten.

Zurück zu den beiden Webseiten: Beide Seiten haben Paid Links aus Linknetzwerken. Aber interessant ist doch: Beide Seiten haben sich für Handlungsoption 1 – nichts tun – entschieden, wärend die aktiven SEO Blogger klar zu Punkt 3 und 4 rieten. Jedenfalls hat sich weder die Sichtbarkeit der beiden Seiten verschlechtert, noch konnte Penguin ihnen etwas anhaben.

Folgendes ist also passiert:

1. Die Google WMTs verschicken ziemlich Random eine Nachricht an Webmaster, das deren Seite ein unnatürliches Linkprofil habe.

– Es festigt sich ein Axiom, das Google ernsthaft über jeden Paid Link Bescheid wisse.

2. Diverse Seiten werden noch vor Penguin abgestraft.

– Paid Links sowie Linknetzwerke müssen schuld sein (Grundlage: WMT Nachricht)

– Empfehlung Links abzubauen und Reconsideration Requests zu stellen (Grundlage: WMT Nachricht)

– SEOs fangen an unnatürliche Links abzubauen

– Google erhält Kiloweise Listen von Linkprofilen und Blognetzwerken von abgestraften SEOs

3. Penguin Folgt

– SEOs fangen an viele unnatürliche Links abzubauen

– Google erhält Tonnenweise Listen von Linkprofilen und Blognetzwerken von abgestraften SEOs

Eine Penalty ist für den betroffenen SEO eine Krisensituation die augenscheinlich sofortigen Handlungsbedarf erfordert. Doch ist ein plötzlicher Linkabbau nach dem Erhalt einer Penalty für Google nicht das beste Indiz für Paid Links? Wenn der Algorithmus zuverlässig Paid Links erkennen kann, dann nur in diesem Moment. Wenn dies denn so wäre, wäre Handlungsoption 3 auch nicht gerade die Beste.

Interessant ist, das erst jetzt, einige Zeit nach dem drunter und drüber man sich in der Szene um andere Penalty Ursachen Gedanken macht, oder verschiedene mögliche Ursachen miteinander abwägt. Tatsächlich scheint der Sündenbock sich immer mehr vom Linknetzwerk auf das Money Keyword zu verschieben. Dabei ist die Hypothese vom toten Exact Match nichts neues. Zusätzlich wird nun auch vermutet, dass der Keywordfilter allgemein verschärft wurde und dieser jetzt „Kredit“, „Kredit ohne Schufa“ und „online Kredit“ aufaddiert.

Die Willkür des Pinguin

Wer Penguin als zuverlässiges Anti-Spam Update im Linkbereich beurteilt, der malt die Zielscheibe um den bereits verschossenen Pfeil. Laut der SEO-United Umfrage, halten 66% der Befragten ihre Abstrafung für ungerechtfertigt. SEO United schließt auf eine mangelhafte Vertrautheit der Webmaster mit den Google Richtlinien. Nun, man verstößt gegen die Google Richtlinien wenn man Links kauft oder tauscht (der Unterschied ist also egal, für uns und für Google). Also wer hat bitte noch nicht gegen die Google Richtlinien verstoßen? „Man kann gerne Nüsse anstatt Links sammeln.“

Hier ein tolles Extrembeispiel für die Willkür von Penguin:

Bei einem Backlinkprofil von sagenhaften 5000 Gästebücher-Links hätte ich mehr von Google erwartet als ein kurzes Bouncen. Demgegenüber wurden teilweise Webseiten abgestraft, die nur hin und wieder Links gekauft/getauscht haben. Generell häufen sich die Beschwerden, dass Penguin die Qualität der SERPs verschlechtert habe (Blogspot Blogs ranken besser denn je, die Griechische Botschaft war bis vor kurzem in den Top 10 unter Viagra usw…).

Natürlich hat das alles einen spekulativen Charakter aber für was wurden die ganzen Linknetzwerke an Google Reportet? Wozu werden heute noch panisch Backlinks abgebaut? Bissher für nichts und wieder nichts.

Fazit

Der Spekulation das Paid Links und Linknetzwerke die Verursacher sind und dem nicht weniger Spekulativen Penalty Lösungsweg durch Linkabbau und Linknetzwerk Report wurde meiner Meinung nach zu schnell nachgelaufen. Auf der anderen Seite, haben wir die in SEO Kreisen schon lange sehr etablierte Idee, dass übermäßiges Moneykeyword spammen gefährlich ist. Dies wird teilweise heute noch von vielen SEOs vernachlässigt. Schuld werden logischerweise immer die Linkquellen sein, ist man doch beim Anchor selbst in der Verantwortung. Erst jetzt, einige Zeit nach dem Algorithmusupade, kommen zuverlässigere Artikel die das gesammte Spektrum von Penguin versuchen zu erfassen. Es scheint als ob das Fazit zu Penguin so ausfällt, wie eigentlich fast immer ausfällt: „Eigentlich hat sich nicht viel geändert.“ Links aus Gästebüchern funktionieren immer noch genauso wie Links aus Linknetzwerken. Wer jetzt nur noch Links mit SI 56 und PR 6 kauft, wird damit nicht zwangsweise besser bedient sein wie jemand der in einem Linknetzwerk shoppen geht. Wichtig beim Linkkauf sowie beim Lesen von SEO Tipps bleibt der eigene Verstand. Viele SEOs predigen Wasser und trinken Wein.

About the Author

Kai
Ist seit der ersten Stunde bei Twinseo. Ausbildung, Studium und ganz viel Internet haben mir geholfen, diesen Artikel zu schreiben.

41 thoughts on “Penaltys, Paid Links und SEOs

  1. Oliver Wrase - 10. Mai 2012 at 09:03

    Hi Kai,

    ich sehe das genau so. Nur weil eine „Szene Größe“ propagiert, dass man möglichst alle gekauften Backlinks abbauen und reporten soll, heißt es noch lange nicht, dass dies auch der richtige Weg ist. Klingt mir auch ein wenig nach Hilflosigkeit, um Kundenprojekte, die man mit harter Moneykeyverlinkung über den Jordan geschickt hat, wieder in die Gunst Googles zu holen. Schön einschleimen, dann darf man auch wieder ranken.

    Bitte an alle SEOs: Springt nicht mehr so schnell auf Stasi Methoden von Google an und lasst Euch nicht von vermeintlichen Profis und deren Annahmen mitreißen.

  2. Tom - 10. Mai 2012 at 09:36

    Viele SEOs predigen Wasser und trinken Wein

    -> sehr schöner Satz

    Ich habe mich auch angesteckt und für einen Shop Links abgebaut und den Reconsider Antrag gestellt. Jetzt ist die Seite deutlich nach unten gegangen. Anscheinend waren es doch die AVs die mir ein so gutes früheres Ranking verschafft haben.

  3. Tim - 10. Mai 2012 at 10:07

    Halbwissen und Panik … Super Artikel.

  4. Dennis - 10. Mai 2012 at 10:42

    Ich sehe das Thema genau wie Kai und finde es erschreckend wie viele „SEOs“ hier auf den Zug und den Apell einer vermeindlichen „Szene Größe“ aufgesprungen sind …

    Meiner Meinung nach sollte dem Herren spätestens nach dieser Aktion der Status „Größe“ ganz schnell wieder aberkannt werden, denn die Folgen für einige Webseitenbetreiber sowie Linkshändler sind bzw. waren einfach zu krass.

  5. Karsten Windfelder - 10. Mai 2012 at 10:52

    Eine großartige Ausarbeitung mit sehr guten Praxisbeispielen, herzlichen Dank!

    Ich bin zwar selbst nicht vom Penguin Penalty betroffen, lese aber so viel es geht dazu, da einige panische Anfragen von Affiliates aufgelaufen sind.

  6. Loewenherz - 10. Mai 2012 at 10:58

    Danke für den unaufgeregten Bericht. Klare Beweise in Form von: „Wir haben Links abgebaut und hier sind unsere wiederhergestellten Rankings“ wären sicher nicht schlecht von Seiten der Paidlinkpenalty-Fraktion (sofern es sich wirklich um eine ganze Gruppe handeln sollte, die dieses Argument noch vertritt).

    • Kai - 10. Mai 2012 at 11:03

      Genau darauf möchte ich hinaus, die Beweisführung fehlt einfach bis heute. Ich lasse mich gerne vom Gegenteil überzeugen, hätten wir eindeutige Indizien dass es funktioniert, wäre das doch eine tolle Erkenntnis für uns alle.

  7. Andrej Bensack - 10. Mai 2012 at 11:01

    Hey Kai, sehr interessant und guter Blickwinkel! Einer der besten Artikel die ich bis jetzt lesen durfte. Die „SEO-Stars“ (nichts für ungut Jungs) haben bis jetzt nur noch amüsante kleine Geschichten und Anekdoten erzählt!

  8. Adrian - 10. Mai 2012 at 11:25

    Sehr schöne Grafiken.
    Ich habe den Pinguin zwar sehr gut verkraftet und konnte sogar einige Positionen bei meinen Haupt-Keywords gewinnen aber trotzdem sehe ich, dass sich die SERPS verschlechtert haben.
    Da sind teilweise Toplisten und Frage-Portale mit 0 Content ganz oben und wirklich gute Seiten ohne auffällige Backlinks sind abgestürzt.

  9. Nils - 10. Mai 2012 at 11:29

    Hi Kai,

    gut geschrieben und auf den Punkt gebracht! Einer der Top Artikel zum Thema. Bin gespannt, ob in den nächsten Tagen ein Artikel mit dem Beweis der Wirkung kommt, selbst habe ich bisher nichts positives zum Linkabbau von Betroffenen gehört.

  10. Sabrina - 10. Mai 2012 at 11:29

    Endlich mal ein anderer Blickwinkel 😉
    Du hast voll und ganz Recht, sobald man was von dem WMT Meldungen gehört hatte, wurde alles darauf bezogen. Ohne überhaupt zu schauen, was vielleicht wirklich die Ursache ist.

    Allerdings wurde ja auch von Seiten berichtet, die eine Meldung bekommen haben und nach einer Zeit tatsächlich abgestraft wurden. Sie taten nichts, dennoch löste sich das Penalty nicht in wohlgefallen auf. Bei anderen wars genau umgekehrt. Da kam nur die Mahnung und das wars.

    Vielleicht war das alles auch eine klever organisierte Strategie von Google. Sie haben irgendwelchen User Nachrichten zukommen lassen und anschließend Penaltys verteilt, nur um die Listen der vielen Linknetzwerke & Co. zu bekommen. Nur Google weiß, was sie nun mit diesem Wissen anfangen werden. Doch glaube, da wird noch ein bisschen was auf uns zukommen 😉

  11. ingx - 10. Mai 2012 at 11:38

    Glückwunsch und Danke!
    Einer der wenigen Beiträge die ich in den letzten 8 Wochen zu der Thematik gelesen habe der es auch Wert war/ist.

  12. Syncy - 10. Mai 2012 at 11:50

    Es soll aber schon nach dem Linkabbau und eine Request Anfrage solch eine Mail in den WMT gegeben haben..

    Sehr geehrter Inhaber oder Webmaster von XXX-XXXX.XX

    Wir wurden von einem Inhaber dieser Website gebeten, XXX-XXXX.XX erneut auf Einhaltung der Google Webmaster-Richtlinien zu überprüfen.
    Im Vorfeld hat das Webspam-Team manuelle Maßnahmen bezüglich Ihrer Website ergreifen müssen, weil sie gegen unsere Qualitätsrichtlinien verstoßen hat. Nachdem wir Ihren Antrag auf erneute Überprüfung bearbeitet haben, haben wir diese Maßnahmen aufgehoben. Es kann einige Zeit dauern, bis unsere Indexierungs- und Rankingsysteme aktualisiert sind und der neue Status Ihrer Seite angezeigt wird.

    • Kai - 10. Mai 2012 at 11:56

      Sehr interessant, gibt es denn Detail Informationen? Gerade Personen die von einer Penalty betroffen sind, dürfte das doch sehr interessieren. Wenn man dies in einem Beitrag zusammentragen könnte, wäre damit einigen geholfen.

  13. Sven - 10. Mai 2012 at 12:08

    Super Artikel, schön knackig auf dem Punkt gebracht! Weiter So! 🙂

  14. Dennis - 10. Mai 2012 at 12:40

    Sehr guter Artikel und auf den Punkt gebracht!

    +1 😉

  15. Auch Kai - 10. Mai 2012 at 13:00

    Endlich mal ein wirklich guter Artikel zu dem Thema. Ich habe in diversen Artikeln auch schon mit Urhebern und Usern über das Geschriebene diskutiert. Es ist für mich erschreckend, wie schnell selbsternannten „Seo-Größen“ mit den für sie vermeindlichen Gründen und Tipps für das weitere Vorgehen, an die Breite Masse der Seos gegangen sind.
    Auch solche Sätze wie „Linkkäufer haben nichts mit Seo zu tun“ etc, sind meiner Meinung nach viel zu kurz gegriffen. Fakt ist, dass Links weiterhin Rankingfaktor Nummer 1 sind und wer gute Links besorgt (kauft/tauscht/angelt etc) bleibt weiterhin vorne in den Serps. So einfach ist das…
    Und Links kaufen heißt nicht, wie blöde aus den ganzen Seonetzwerken zu kaufen, sondern mit Bedacht und Sorgfalt Linkquellen raussuchen, auf diverse Dinge achten (Links richtig bewerten zu können, Follow/Nofollow-Verhältnis, Art der Links, Deeplinkratio etc). Wer das alles beherrscht, wird weiterhin ein guter Seo bleiben (Onpage kann eh jeder nachlesen und anwenden).

  16. Melinda - 10. Mai 2012 at 13:21

    Mal ein guter Bericht über eine etwas andere Sichtweise!

    Zu Deinem letzten Satz…“Viele SEOs predigen Wasser und trinken Wein.“

    Es ist ja wirklich so das sich bei einer Veränderung, gleich welcher Art, sich die so grossen und „sauberen“ SEOs zu Wort melden und jeder nimmt das so auf, als verkünden die das Wort Gottes…weiter ausführen werde ich das aber nicht, sonst erscheinen die „sauberen“ auch nicht mehr ganz so rein…;-)

  17. Phil Schade - 10. Mai 2012 at 15:29

    Ganz großes Kino und so viel Wahrheit in einem Post:

    SEO Experten vs. Blogger

    „…da viele SEO Blogger mit einer konjunktivlosen Präzision schreiben als habe Matt ihnen persönlich den Algorithmus offen gelegt…“

    Danke!

  18. Christoph - 10. Mai 2012 at 16:13

    Sehr guter Artikel Kai – endlich mal ein guter Artikel zu diesem ganzen Thema 😉

  19. Mario - 10. Mai 2012 at 17:32

    Super Artikel, trifft es auf den Punkt!

  20. Andreas - 10. Mai 2012 at 19:53

    Hallo, ich verwende den Sichtbarkeitsindex nicht – wie korreliert dieser mit den Zugriffen oder Rankings?
    Ich möchte nicht behaupten, dass diese errechnete Sichtbarkeitszahl falsch ist, aber Google hat die Bewertungskriterien von Links und Seiten geändert – hat sich der Sichtbarkeitsindex ebenfalls geändert?
    Wäre der Sichtbarkeitsindex relevant, müssten ja jetzt die „sichtbaren“ Seiten oben in den Rankings stehen – tun sie aber teilweise nicht.
    Wie ist Eure Meinung dazu?

  21. Florian - 10. Mai 2012 at 20:27

    Guter Artikel. Sehe ich teilweise genau so.

    Immer ruhig reagieren und erst mal abwarten um Daten zu sammeln. Daten sammeln, testen und auswerten ist im SEO Super wichtig. Wer das nicht kann MUSS das machen was in den Blogs geschrieben wird.

    Wir haben das übergreifend beobachtet und konnten keine eindeutigen Muster erkennen. Wir haben dafür weit aus mehr als diese drei Seiten (Finanzen.de, Check24, zalando)? Genutzt.

    Grundsätzlich halte ich von dem panischen Abbau Bzw. Maskierung der links auch nichts. Vor allem wenn man logisch denken kann. Ich bin aber auch davon überzeugt das nicht nur Reaktion der seiten für die Entwicklung relevant ist sondern auch die ausgangssituation: manche haben schlechter gearbeitet und bekommen die volle Packung.

    Macht alle weiter so.

    • Kai - 10. Mai 2012 at 22:38

      Aufkeinen fall muss man das machen was in den Blogs beschrieben wird. Wer Daten sammeln kann (und diese auch interpretieren kann) sollte dies unbedingt tun. Ist man jedoch auf die Infos aus der Szene angewiesen, sollte man hier ebenso gründlich Informationen sammeln und zwischen Ideen, Spekulationen oder einer konkreten Beweisführung unterscheiden. Der wichtigeste Schritt ist aber dies alles mit einem gesunden Menschenverstand auf seine eigene individuelle Situation zu reflektieren und dann erst zu handeln.

      Bei meinen Beispielen ging es mir überwiegend um einen Anstoß in eine andere Denkrichtung. Ich würde diese keineswegs als Beweis werten, dass die von der Szene propagierten Penalty Lösungen falsch sind (dafür sind es vor allem zu wenige Beispiele), sehr wohl aber als gewichtigen Grund diese zu hinterfragen. Nicht zuletzt wurden Personen durch die Maskierung aktiv geschädigt.

  22. i. - 11. Mai 2012 at 08:10

    check your sources 😉

    der eine sagt das der andere dies…

    • Mike - 11. Mai 2012 at 08:16

      Ist ja im SEO nix neues

  23. Simo - 11. Mai 2012 at 09:34

    Sehr guter Artikel. Es war genau unsere Vorgehensweise nach dem Linkfarm Update. Mittlerweile haben wir viel weniger Money Keywords und dafür mehr Brand Keyowrds.

    Andere Änderungen waren auch mehr Bilderlinks zu ermöglichen und nicht immer nur Textlinks.

    So langsam geht die Kurve bei SISTRIX nach oben.

    Schöne Grüße
    Simo

  24. Andreas Wander - 11. Mai 2012 at 13:43

    Guter und sehr ausführlicher Artikel. Alles in allem scheint es auch für Google immer mehr Richtung „Natürlichkeit“ gehen. Natürlicher Linkaufbau ist einfach random genauso wie der Achor.

  25. i. - 12. Mai 2012 at 01:16

    irgendwie finde ich die ganzen tools haben grade alle gut zu knacken an den ganzen neuen daten…

    und daher sind die meisten der daten die bei mir ausgespuckt werden zu 70-80% ronz, hängen 2 wochen nach oderso..

    kommt mir vlt. ja nur so vor.

    aber hier mal ein screenshot vom googlebot, inflagranti erwischt 😉

    http://www.abload.de/img/bildschirmfoto2012-05mvjpi.png

  26. Hartmut - 13. Mai 2012 at 16:24

    Punkt 1 – Abwarten und Tee trinken 😉

    Aber bei ist ein ganz komischer Fall eingetreten – eine gute SEO-Domain wandert von Seite eins auf Seite 20 (ich bin mir keiner Schuld bewußt) und eine Affilate-Domain mit ganz wenig Inhalt und schlecht gemacht bewegt sich von Seite 23 auf Seite 2 ins obere Drittel. Vertstehe das wer will.

  27. Simon - 15. Mai 2012 at 15:58

    Sehr interessant Auswertung!

    „Beide Seiten haben sich für Handlungsoption 1 – nichts tun – entschieden,…“ -> Woher weißt du das? Das nimmst du ja in deiner Auswertung als gegeben an.

    Wenn man sich die abgestraften Keywords der beiden Domains ansieht, sieht man dass die Rankings wieder gekommen sind bzw. beim Vergleichsportal gerade wieder aufsteigen.

    Da stellt sich mir allerdings die Frage, ob das vom Nichtstun oder vom gezielten Handeln kommt. Bisher habe ich nämlich weder ein positives Beispiel für das Füße stillhalten noch für das Links abbauen lesen können.

    • Kai - 16. Mai 2012 at 08:05

      Oh, endlich mal jemand der dies hinterfragt. Konkrete Beweise kann ich dafür nicht vorlegen. Sagen wir einfach, dass ich aufgrund bestimmter Kooperationen in diesem Punkt allerdings recht zuverlässige Aussagen machen kann.

  28. Maxim - 15. Mai 2012 at 16:14

    Ja irgendwie sieht es in den SERPs nach dem Penguine so aus, als ob Google gegen ihr eigenen Prädigten verstößt.

    @Kai Super Artikel Thumbs up

    Grüße

    Maxim

  29. Papyrus - 15. Mai 2012 at 17:58

    Manchmal heißt es auch einfach „abwarten und Tee trinken“ – und bei einer bekömmlichen Tasse Kamillenpipi analysieren, was denn möglich ist, und dabei nicht vergessen, dass es bei Websites ist wie bei dem Gesicht einer schönen Frau: muss auch ohne besondere Nachhilfe noch spannend sein. Schöner Artikel! GLG, Papyrus

  30. Stephan - 14. Juni 2012 at 13:01

    Für meinen Geschmack wird insgesamt viel zu sehr mit Sistrix-Sichtbarkeit argumentiert. Meine Erfahrung ist: Gerade bei Nischenseiten bedeutet ein Sinken beim SiSi-Index nicht unbedingt Negatives.

    Da der SiSi auf einem breiten Spektrum von Keywords basiert, heißt das Sinken vielleicht, dass Google jetzt unpassende Keywords rausgeschmissen hat.

    Konkret: Meine Nischenseite hat einen deutlichen Einbruch bei Sistrix gezeigt, der reale Traffic-Einbruch dagegen hielt sich stark in Grenzen und der Verdienst im Bereich Performance blieb gleich. Es handelt sich um eine reine Contentseite, bei der ich mich gar nicht um Offpage-SEO kümmere – ergo kein Linkbuilidng. Die „Abstrafung“ war also aus der Sichtweise „Spammy Link“ sicher ungerechtfertigt. Ein weiteres Indiz dafür, dass die ganzen Mutmaßungen zu Penguin oft nicht stimmen.

    Ich weiß von einem anderen Seitenbetreiber (eher Generalist, keine Nische), dass auch sein Traffic ungefähr gleich blieb, obwohl er bei den SEO-Indizies runterging … hier hat die Veröffentlichungen in der Top-Ten der Looser sogar mehr Schaden angerichtet, als Google selbst.

    Was ich sagen will: Glaubt nicht blind den SEO-Indizes a la Sistrix. Und eventuell ist ein Sinken auch nur eine sinnvolle Beschränkung auf relevante Keywords und damit auch qualitativ bessere Besucher.

  31. stefan aus dresden - 24. Juni 2012 at 10:57

    Leider erst jetzt entdeckt den Blog und den Artikel. Sehe ich komplett genauso. Google wird sich ins Fäustchen gelacht haben über die treudoofen „SEOs“, welche hier mit ihren Insiderinfos kräftig mitgeholfen haben.

  32. Hans - 30. Juli 2012 at 16:35

    Hallo,

    danke für den Artikel. Nach meiner Recherche haben, wir es mit 2 verschiedenen Situationen zu tun.

    1. Pinguin
    Hier hast Du, denke ich Recht, daß die Linktexte mit Money Keywords den Rankingverlust verursachen.

    2. WMT Meldung
    Hier scheint der Grund, die Linkquellen zu sein, egal ob gekauft oder getauscht.

    Schwierig wird es, wenn die beiden Situationen zusammen auftreten.

    Viele Grüße aus Hamburg,